„Die Lernfähigkeit ist eine Angelegenheit der geistigen Haltung, nicht des Alters.“
Emil Oesch
Glossar
Im Glossar finden Sie kurze, verständliche Erläuterungen zentraler Begriffe aus Psychotherapie, Hypnosetherapie, Coaching, Paar- und Sexualtherapie sowie zum Thema ADHS und Autismus. Die Inhalte richten sich an Klient:innen und Interessierte, die sich über Fachbegriffe informieren möchten.
M
Machungleichgewicht in der Beziehung
Ein spürbares Ungleichgewicht – z. B. wer entscheidet, wer emotional den Ton angibt oder wer Verantwortung übernimmt – kann Spannungen auslösen. In der Paartherapie wird besprochen, wo die Balance verloren ging und wie wieder Augenhöhe entstehen kann – ohne Schuldzuweisung.
Manipulation in Beziehungen
Manipulation in Beziehungen meint verdeckte Strategien, mit denen eine Person versucht, das Verhalten der anderen zu kontrollieren – etwa durch Schuldgefühle, Andeutungen oder Liebesentzug. In der therapeutischen Arbeit wird das Erkennen solcher Muster gefördert und die Entwicklung gesunder Kommunikationsformen unterstützt.
Masking (Camouflaging)
Masking bezeichnet das bewusste oder unbewusste Anpassen des eigenen Verhaltens, um in sozialen Situationen als "normal" zu gelten. Es tritt sowohl bei Autismus als auch bei ADHS auf: Betroffene lernen früh, ihre Andersartigkeit zu verbergen, sei es durch das Imitieren sozialer Verhaltensweisen oder das aktive Unterdrücken von Impulsen und Reaktionen. Besonders bei Frauen ist Masking oft tief verinnerlicht und über viele Jahre trainiert. Es schützt kurzfristig, erschöpft aber langfristig erheblich. In der Therapie geht es darum, das echte Selbst wieder zugänglich zu machen.
Masters und Johnson
William Masters und Virginia Johnson gelten als Pioniere der modernen Sexualforschung. Sie entwickelten in den 1960er-Jahren das 4-Phasen-Modell der sexuellen Reaktion: Erregung, Plateau, Orgasmus und Rückbildung. Ihre Arbeit bildet bis heute eine Grundlage in der Sexualtherapie.
Masturbation
Masturbation ist die Selbststimulation der eigenen Geschlechtsorgane zur sexuellen Lust oder Entspannung. Sie ist eine gesunde Ausdrucksform von Sexualität und kann zur Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge beitragen. In der Therapie wird sie oft enttabuisiert und als Teil eines erfüllten Sexuallebens betrachtet.
Meltdown
Ein Meltdown ist eine intensive, unkontrollierbare Reaktion auf Überlastung, ausgelöst durch sensorische, emotionale oder soziale Reize, die das Nervensystem überfordern. Er zeigt sich als Weinen, Schreien, motorische Unruhe oder vollständiger Kontrollverlust und wird häufig von Erschöpfung und Scham begleitet. In der Therapie wird der Meltdown als Notfallreaktion des Nervensystems verstanden, nicht als Verhaltensversagen.
Meta-Modell der Sprache
Das Meta-Modell ist ein sprachliches Werkzeug im NLP, um ungenaue oder verzerrte Aussagen zu hinterfragen. Es hilft dabei, einschränkende Überzeugungen oder unklare Formulierungen zu erkennen und präziser zu denken und zu kommunizieren. So wird der Zugang zu tieferliegenden Bedeutungen und Ressourcen ermöglicht.
Mikromomente der Verbundenheit
Es sind oft die kleinen Augenblicke, die zählen: ein Blick, eine Berührung, ein ehrlich gemeintes „Danke“. Diese Mikromomente stärken die Beziehung. In der Therapie wird geschaut, wie sie wieder mehr Platz bekommen – als einfache, aber wirkungsvolle Geste der Nähe.
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